National Museum of the
United States Air Force

Kampfflugzeuge der Nachkriegszeit

Lockheed T-33A Shooting Star: Das doppelsitzige Trainingsflugzeug wurde aus der einsitzigen Lockheed F-80 Shooting Star entwickelt

Lockheed T-33A Shooting Star - Schulungsflugzeug

Der zweisitzige Lockheed T-33-Jet wurde für die Ausbildung von Piloten entwickelt, die bereits für das Fliegen von Propellerflugzeugen qualifiziert sind. Es wurde aus dem einsitzigen Lockheed F-80 Shooting Star entwickelt, indem der Rumpf um etwa 90cm verlängert wurde, um ein zweites Cockpit aufzunehmen.

Ursprünglich als TF-80C bezeichnet, absolvierte die Lockheed T-33 ihren Erstflug im Jahr 1948. Die Produktion wurde bis 1959 mit 5.691 gebauten T-33 fortgesetzt. Neben seiner Verwendung als Trainer wurde die Lockheed T-33 Shooting Star für Aufgaben wie Drohnensteuerung und Zielschleppen und in einigen Ländern sogar als Kampfflugzeug eingesetzt. Die RT-33A, eine Aufklärungsversion, die hauptsächlich für den Einsatz im Ausland hergestellt wurde, hatte eine Kamera in der Nase und zusätzliche Ausrüstung im hinteren Cockpit.

Die T-33 ist eines der bekanntesten Flugzeuge der Welt, das über mehrere Jahrzehnte bei den Luftstreitkräften von mehr als 20 verschiedenen Nationen gedient hat. Es wurden ca. 6.000 Stück gebaut. Die ausgestellte Lockheed T-33A Shooting Star (Seriennummer: 53-5974) wurde 1962 zum Museum geflogen.

Lockheed T-33A Shooting Star - Trainingsflugzeug

Technische Daten:

Besatzung

1 Fluglehrer und 1 Flugschüler

Länge

11,51 m

Spannweite

11,85 m

Höhe

3,57 m

Flügelfläche

21,81 m²

Leermasse

3.794 kg

Startmasse

6.950 kg

Antrieb

1 x Allison J33-A-35

Leistung

23,4 kN Schub

Höchstgeschwindigkeit

965 km/h in Meereshöhe

Steigleistung

28,7 m/sec.

Dienstgipfelhöhe

12.350 m

Einsatzreichweite

900 km

Startstrecke über 15 m

780 m

Landestrecke über 15 m

1.061 m

Flugdauer

3 h 12 min.

Bewaffnung

keine (2 x 12,7-mm-MG möglich)

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Lockheed T-33A Shooting Star - Cockpit vorne
Lockheed T-33A Shooting Star - Cockpit hinten

Als bei der US Air Force (USAF) 1944 das Düsenzeitalter begann, war man der Meinung, dass die Ausbildung für die Piloten der neuen srahlgetriebenen Kampfjets weiterhin - wie bisher - auf Kolbenmotor getriebenen Flugzeugen durchgeführt werden konnte. Das völlig veränderte Flugverhalten von Düsenmaschinen und die Umstellung des Menschen auf die neuen Flugleistungen wurden von Verantwortlichen der USAF zunächst total unterschätzt. Es kam deshalb bei der Um- und Weiterschulung auf dem ersten, einsatzfähigen Düsenjäger der Vereinigten Staaten zu vielen Zwischenfällen und Abstürzen, die meist tödlich endeten. Schleudersitze für Jets waren erst in der Entwicklung, so dass in dem ersten in größeren Stückzahlen eingeführten amerikanischen Düsen-Kampfflugzeug, der P-80 (F-80) noch „ohne“ geflogen wurde. Die USAF erteilte daraufhin der Firma Lockheed den Auftrag, aus der P-80 ein Trainingsmodell zu entwickeln. Das geschah relativ zügig, indem Lockheed vor und hinter den Tragflächen den Rumpf streckte, um Platz für ein größeres Cockpit zu erhalten, damit Lehrer und Schüler hintereinander sitzen konnten. Dieser aus der F-80 entwickelte Strahltrainer erhielt die Bezeichnung T-33A. Das große Cockpit ging allerdings auf Kosten der Innentreibstoffbehälter. Man brachte deshalb an den Flächenenden abwerfbare Zusatztanks an, sogenannte Tiptanks.

Es erwies sich schon sehr bald, das Lockheed mit der T-33A ein großer Wurf gelungen war. Die Lockheed T-33A Shooting Star wurde in der westlichen Welt das am häufigsten verwendete Düsentrainingsflugzeug überhaupt. Lehrer und Schüler liebten diese Maschine wegen ihres gutmütigen Flugverhaltens und der für Jets relativ einfachen Bedienung. Von den Piloten erhielt die T-33 den Kosenamen „T-Bird“.

Die Bundeswehr hatte in Europa mit 192 Exemplaren des Typs T-33A die zweitgrößte Flotte dieses Musters. Hauptnutzer dieser zwischen 1956 und 1959 angeschafften Maschinen war die Flugzeugführerschule B in Fürstenfeldbruck.

Der Ursprung des Triebwerkes J 33 liegt im englischen Rolls-Royce Derwent. Auf der Basis des J 31 entwickelte General Electric das Projekt 1-40. Der erste Testlauf des 1-40 fand am 09. Januar 1944 statt. Die Serienproduktion lief unter der Bezeichnung J 33 an. Später fertigte Allison diese Triebwerke. Bekannt geworden ist das Triebwerk besonders als Antrieb für den Strahltrainer Lockheed T-33, auch „T-Birde" genannt. Von 1948 bis 1958 wurden fast 6000 Exemplare dieser Flugzeugreihe hergestellt.

Das Triebwerk zeichnete sich besonders durch seine Zuverlässigkeit, seinen geringen Geräuschpegel und einem relativ geringen Treibstoffverbrauch aus. So konnte die T-33A mit ihren maximal 3070 Liter Treibstoffvorrat (813 US Gallonen) Dauerflüge bis 4 Stunden durchführen.

Technische Daten:

  • Baumuster: Turbojet mit Radialverdichter
  • Konstrukteur: General Electric
  • Hersteller: Allison Division, General Motors Corporation Indianapolis, USA
  • Verdichter: einstufiger, doppelflutiger Radialverdichter
  • Brennkammer: 14 Einzelbrennkammem
  • Turbine: Axial, 1 stufig ungekühlt
  • Schubsystem: starre Schubdüse, ohne Nachbrenner
  • Anlasser: elektrischer Startermotor, Zündsystem Scintilla
  • Regelsystem: hydro-mechanische Doppelförderpumpe mit Bendix Regler
  • Länge: 2680 mm
  • Durchmesser: 1280 mm
  • Gewicht: 826 kg
  • Startschub: 20,5 kN/2088 kp
  • Verdichtungsverhältnis: 4,25:1
  • Drehzahl: 11750 U/min
  • Spez. KS-Verbrauch: 116 kg/kN/h
  • Maximale Abgastemperatur hinter Turbine: 685°C
Lockheed T-33A Shooting Star - U.S. Air Force

 

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