Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
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Zeppelin Staaken R.Vl : wärend des Ersten Weltkrieges entworfenes Riesenflugzeug, das als strategischer Bomber fungierte

Wahrend des Ersten Weltkrieges bauten die Zeppelinwerke in Staaken bei Berlin so genannte Riesenflugzeuge, die in der Lage waren, eine sehr hohe Bambenlast zu tragen.

Von der Zeppelin~Staaken R.Vl wurden 18 Maschinen gebaut. Jeweils ein Zug- und ein Druckmotor waren paarweise in zwei Gondeln zwischen den 42 Meter
langen Tragflächen angeordnet
. Sie sorgten für die nötige Leistung, um ab September 1917 über Frankreich und Großbritannien bis zu zwei Tonnen Bornbenlast pro Flug abzuwerfen. Die beiden Piloten saßen nebeneinander in einer geschlossenen Kabine.

Technische Daten:

  • Modell im Maßstab 1:4
  • Hersteller: Zeppelin Flugzeugwerke GmbH
  • Antrieb: 4 x Reihenmotore Mercedes D.lVa mit je 256 PS (188 kW), wassergekühlt
  • Besatzung: 7
  • Bewaffnung: 4 bis 7 Muschinengewehre,
                           maximal 2.000 kg Bomben

Geschichtliche Einordnung:

Weite Teile der Bevölkerung waren von der Notwendigkeit des Krieges überzeugt. Selbst Pazifisten wie Jakob Wolff meldeten sich freiwillig. Die Zuversicht einen schnellen Sieg zu erringen, verblasste jedoch sehr rasch.  Auf einen längeren Krieg war das Deutsche Reich nicht vorbereitet. ln kürzester Zeit waren die Nahrungsmittelvorräte in der Heimat aufgebraucht. Die Seeblockade durch Großbritannien und Missernten steigerten die Not. Einen dramatischen Höhepunkt erreichte die Lage im sog. "Kohlrübenwinter" 1916/1917. Streiks und Hungerkrawalle wie Ende Januar 1918 in Berlin und anderen Großstädten wurden vom Militär niedergeschlagen.

Anfang Oktober 1918 gab die Oberste Heeresleitung (OHL) den Krieg verloren. Die Verantwortung für den Waffenstillstand sollte jedoch die zivile Reichsregierung übernehmen. lm November 1918 entstanden ausgehend von den Hafenstädten überall im Deutschen Reich Arbeiter- und Soldatenräte. Der deutsche Kaiser Wilhelm ll. musste abdanken und es entstand die erste deutsche Demokratie, die nun den Friedensvertrag auszuhandeln hatte. Führende Militärs wie Paul von Hindenburg verbreiteten bereits unmittelbar nach Kriegsende das Bild eines im Felde unbesiegten Heeres, dem die Heimat in den Rucken gefallen sei.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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