Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
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RSA-160 Rauchspurautomat: Das Fluggerät ist einer der ersten getesteten Lenkflugkörper mit pneumatischer Eigensteuerung (Askania-Möller-Steuerung)

Rauchspurautomat RSA-160

Bei der Erprobung im September 1941 wurden bei Abwürfen von einer Do 17 aus 1.500 m Höhe Flugweiten bis zum Aufschlag von etwas mehr als 13 km erzielt. Damit war die RSA-160 einer der ersten erfolgreich getesteten Lenkflugkörper mit einer Eigensteuerung.

Der RSA-160 ist als Vorläufer aller späteren Lenkflugkörper, wie der BV 143, Blohm & Voss BV 246, Henschel Hs 293, Fieseler Fi 103 (V1) sowie der heutigen modernen Fernlenkflugkörper - zu betrachten.

Der Entwicklung lag eine Forderung des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) aus dem Jahre 1938 zugrunde, eine Gleitbombe zu entwickeln, die bei einer Masse von 500 kg und einem Gleitwinkel von 1:5 eine Endgeschwindigkeit von 360 km/h erreichen sollte.

Als maximale Abmessungen wurden eine Spannweite von 2 m, Länge 4,50 m und der größte Rumpfdurchmesser mit 0,5 m vorgegeben. Die Endgeschwindigkeit sollte bei dieser Festlegung bei 720 km/h liegen.

Zunächst wurden Modellflugkörper mit elliptischen und rechteckigen Tragflächen ohne Steuerung erprobt. Geringste Bauabweichungen führten bei hohen Fluggeschwindigkeiten allerdings zur Einleitung eines Kurvenfluges, der mit dem Absturz endete.

Die Modelle GS-13 (s. oben) wurden deshalb mit einer pneumatischen Steuerung der Fa. Askania ausgerüstet sowie mit einer Kreiselanlage (Laufgeschwindigkeit 40.000 U/min) für die Stabilisierung des Flugkörpers in drei Achsen (Askania-Möller-Steuerung).

Rauchspurautomat RSA-160 - 2. Weltkrieg
RSA-160 - Steuersystem

 

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