Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
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ASR-910 Radaranflugkontrolle: Das Radar gibt den Fluglotsen einen Überblick über die sich in Flugplatznähe befindenden Flugzeuge

Die ASR-910 ist ein auf Flugplätzen eingesetztes, fernbedienbares 2D-Flugsicherungsradargerät, dass seit 1979 auf militärischen Flugplätzen von Heer, Luftwaffe und Marine als Primärradar verwendet wurde. Die ASR-910 gibt den Fluglotsen einen Überblick über die sich in Flugplatznähe befindenden Flugzeuge.

Das System besteht aus Antenne, Hohlleiter, Shelter, zwei Sichtgeräten im Anflug- und Kontrollbereich, sowie einem IFF-System (Freund-Feind-Erkennung). Ein integriertes Sekundärradargerät gibt auf Anforderung Zusatzinformationen, wie Flugnummer und Flughöhe. Die Luftlage wird in den Anflugkontrollraum übertragen und kann auf mehreren Sichtgeräten dargestellt werden. Die ASR-910 arbeitet mit zwei zeitlich versetzten Sendeimpulsen (Frequenzdiversity) mit einem Frequenzabstand von ca. 72 MHz im E- Band.

Sichtgerät MTS 1/16 Bw zur Flugsicherung des Radars ASR-910:    

Prinzip und Aufgabe:

Das Sichtgerät MTS 1/16 Bw dient zur Darstellung der gewonnenen Radar- und Zusatzinformationen von der Radaranlage ASR-910. Zur Einblendung kommen nicht nur die Flugziele, sondern auch Entfernung, Richtung, Entfernungsmarken, Winkelmarken, eine Flugraumkarte und das Sekundärvideo.

Technische Daten:

Videoarten: - Normal-Video
                   - MTI-Video
                   - Karten-Video
                   - Sekundärradar-Video

Darstellung: - Radarvideo bis ca. 111 km
                    - Sekundärvideo bis ca. 222 km

Beschreibung der 3 Arbeítspositionen einer FS Radaranflugkontrollstelle:

1. Anflugkontrolle

Der Anflugkontroll-Leiter identifiziert Luftfahrzeuge u. leitet sie mittels Radar u. Funk zum Flugplatz hin, um Anflüge bzw. Landungen einzuleiten. Auch bei Abflügen kann er Navígationsunterstützung gewähren.

2. Koordinator

hält Verbindung zu anderen Flugsicherungsstellen und unterstützt die linke/rechte Kontrollposition mit wichtigen Informationen. Er holt Landefreigaben vom Kontrollturm ein ( TWR ); bzw. koordiniert Flugsícherungsübergaben an andere FS-Kontrollstellen.

3. Endanflugkontrolle

Der Fluganflugkontroll-Leiter weist dem Piloten Steuerkurse u. Flughöhen zu, die das Flugzeug sicher zum Aufsetzpunkt der Landebahn führen. Er ist verpflichtet alle 5 Sekunden mit dem Piloten zu sprechen ansonsten muß dieser den Landeanflug abbrechen.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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