Imperial War Museum Duxford

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Jakowlew Jak 50: Ein solches Flugzeug wurde in den 1970er Jahren von den sowjetischen Kunstflugmannschaften genutzt

Yakovlev Yak-50 - Kunstflug

Die Jakowlew Jak-50 ist ein sowjetisches Sportflugzeug aus dem Entwicklungsbüro OKB Jakowlew. Es entstand als Weiterentwicklung der Jak-18 und wurde 1976 durch einen Sieg bei den Weltmeisterschaften der FAI im Motorkunstflug einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Entwickelt wurde diese Maschine vor 1973, das optisch der Jakowlew Jak-18 glich. Im Gegensatz zu dieser bekam die Jak-50 einen leistungsstärkeren Motor, wurde in den Abmessungen allgemein kleiner gehalten und in Halbschalenbauweise hergestellt. Testpilot Oleg Bulygin führte die Flugerprobung durch und bescheinigte der Maschine gute Kunstflugeigenschaften. Die öffentliche Präsentation fand im Juni 1977 auf der 32. Pariser Luftfahrtschau statt. Eine Weiterentwicklungen ist die mit Bugrad-Fahrwerk ausgestattete zweisitzige Jak-52, die als Trainer bzw. Schulflugzeug in den Staaten des Warscher Paktes genutzt wurde.

Unterschiede zur Jak 52:

  • hinteres Spornrad, statt Bugrad
  • 1- sitzig, statt 2-sitzig

Technische Daten:

Spannweite

9,50 m

Länge

7,68 m

Höhe

3,10 m

Flügelfläche

15,0 m²

Leergewicht

765 kg

Startgewicht

900 kg

Nutzlast

135 kg

Besatzung

1

Steigleistung

16 m/s

Höchstgeschwindigkeit

420 km/h

Reisegeschwindigkeit

240 km/h

Landegeschwindigkeit

100 km/h

Reichweite

550 km

Gipfelhöhe

6.000 m

Startrollstrecke

200 m

Landerollstrecke

250 m

Triebwerk

1 x Wedenejew M-14P

Leistung

360 PS

YAK 50 - Cockpit

Geschichte der YAK:

Die ursprüngliche Jak-11 (s. Luftwaffenmuseum) wurde in den Luftstreitkräften Osteuropas bis zum Einsatz strahlgetriebener Trainer als Schulflugzeug genutzt. In Anlehnung an die Jak-3 und den Erfahrungen des 2. Weltkrieges entstand unter Verwendung eines Sternmotors die in gemischter Bauweise beplankte Stahlrohrkonstruktion.

1946 begann die Serienproduktion in der UdSSR. Ab 1952 bauten die CSR die Jak als C-11 in Lizenz. Auch die Streitkräfte Österreichs und Ägyptens flogen diesen Typ. Bis 1956 waren die ca. 80 Jak-11 die einzigsten bewaffneten Flugzeuge der DDR. Neben Übungseinsätzen machten die Piloten Jagd auf die von der Bundesrepublik her einfliegenden und mit Propagandermaterial beladenen Bollons. Die DDR sonderte die letzten Maschinen 1962 aus.

Flugzeuge des Typs JAK 50 wurden in der ehemaligen Sowjetunion konstruiert, um die 1976 stattfindende Weltmeisterschaft im Motorkunstflug in Kiew erfolgreich zu bestreiten. Tatsächlich ging diese Rechnung auf und es wurden zu dieser Weltmeisterschaft vier Weltmeistertitel erreicht. Das bewog die ehemalige DDR-Führung, diese Flugzeuge zu erwerben, um ebenfalls erfolgreich an Motorkunstflugwettbewerben teilzunehmen, und um an die Erfolge der erreichten Weltmeistertitel in Magdeburg anzuknüpfen.

Nach Einführung dieses Flugzeugtyps verunglückten aber in der Sowjetunion eine Reihe erfolgreicher Kunstflugpiloten und dieser Flugzeugtyp war moralisch gefährdet. Alle 10 Flugzeuge dieses Typs, welche durch die DDR erworben worden waren, mussten unter großem finanziellen Aufwand zurück zum Hersteller und wurden dort überarbeitet. Inzwischen hatte sich international das tschechische Flugzeug ZLIN 50 bewährt und die Führung der ehemligen GST entschied sich für dieses Flugzeug. Die Triebwerke dieser Maschine kamen aber aus den USA und erforderten Devisen. Deshalb verkaufte die DDR 6 FLugzeuge Jak 50 in die BRD, um von dem Kaufpreis 3 Motoren aus den USA zu erwerben. Von den in der DDR verbliebenen vier Jak 50 stürzten zwei Flugzeuge ab.

Yakovlev Yak - Kunstflug
Yakovlev Yak - Flugshow
Yakovlev - Yak Kunstflug
Yakovlev - Yak Flugshow

 

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