Imperial War Museum Duxford

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Messerschmitt Bf 109: Nachkriegsversion des spanischen Flugzeugbauers CASA mit Rolls-Royce Merlin Motor

1943 wählte Spanien die Bf-109 G zur Lizenzproduktion aus und baute bis 1951 etwa 150 Zellen durch Firma CASA. Da die bestellten Daimler-Benz-Triebwerke Spanien wegen der Kriegswirren niemals erreichten, ersetzte man sie 1953 durch Motoren von Rolls Royce (Bf-109 G-2). Zu diesem Zeitpunkt als reiner Jäger veraltet, wurde sie zum Jagdbomber umgerüstet. 1957 flog die spanische Luftwaffe in den afrikanischen Kolonien Einsätze. Ende 1963 wurden die letzten Einheiten der Bf-109 aufgelöst.

Im spanischen Bürgerkrieg erhielten die ersten Serienflugzeuge bei der “Legion Condor” ihre Feuertaufe. Die gesammelten Erfahrungen schlugen sich in der Bf-109 E nieder, die bis 1941 das Gros der deutschen Jagdverbände bildete. Verluste in der Luftschlacht um England beschleunigten die Einführung eines leistungsstärkeren Nachfolgemusters. Ab Ende 1942 wurde die Bf-109 F vom schwerer bewaffneten G-Modell abgelöst. Die deutschen Jagdgeschwader in der UdSSR und Afrika erhielten dieses als erste. Obwohl ab 1944 von leistungsstärkeren Flugzeugen überholt, blieb die Bf-109 bis zum Kriegsende im Einsatz.

Die Messerschmitt Bf-109 war damals das wichtigste Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Von 1937 bis 1945 wurden ca. 35.000 Stück gebaut; mehr als von jedem anderen Jäger im 2. Weltkrieg. Der Entwurf der Bf-109 geht auf das Jahr 1934 zurück. Der Prototyp flog 1935. Den internationalen Trend mitbestimmend wurde das Jagdflugzeug als ein freitragender Ganzmetalldecker mit einziehbarem Fahrwerk ausgelegt.

Technische Daten: Bf 109 G-10:(betrifft nicht Abbildung)

Länge

8,95 m

Flügelspannweite

9,97 m

Flügelfläche

16,4 m²

Höhe

2,60 m

Antrieb

1 x Daimler-Benz DB 605

Art

12-Zylinder-V-Motor

Leistung

maximal 1055 kW (1435 PS)

.

durch Methanol/Wasser-Einspritzung (MW 50) für kurze Zeit 1324 kW (1800 PS)

Höchstgeschwindigkeit

685 km/h in 7400 m Höhe

Steigzeit auf 3000 m

2:54 min.

Reichweite

560 km

Besatzung

1 Pilot

Dienstgipfelhöhe

12.500 m

Leergewicht

1.970 kg

Fluggewicht

3.500 kg

Bewaffnung

- 2 x 13 mm-MG MG 131 (je 300 Schuss) und
- 1 x 20 mm-MK MG 151/20 (150-200  Schuss) durch die Propellernabe feuernd.
- Dazu verschiedene Rüstsätze für Unterflügelrohrwaffen (MG 151/20, MK 108),
  Raketen und Bombenträäger  (50, 250, oder 500kg Bomben)

Technische Kurzbeschreibung:

  • Rumpf: Ganzmetall-Schalenbauweise mit ovalem Querschnitt; Druckkabine.
  • Tragwerk: freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit einem Holm; zweiteiliger Flügel mit Landeklappen und Vorflügel.
  • Leitwerk: Normalbauweise in Metall; Ruder stoffbespannt; bis Serie E und Serie H abgestrebt, ab Serie F freitragend; Ruder aerodynamisch ausgeglichen.
  • Fahrwerk: hydraulisch nach außen in die Tragflügel einziehbares Fahrwerk mit Spornrad; hydraulische Bremsen.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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