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Lockheed T-33A “T-Bird“: Doppelsitzige Version des erstsen Düsenjägers der U.S. Air Force

Lockheed T-33A T-Bird - US-Kampfflugzeug

Die Lockheed T-33 T-Bird ist ein einstrahliges Trainingsflugzeug des US-amerikanischen Herstellers Lockheed, welches aus dem einsitzigen Grundmuster der Lockheed F-80 entwickelt wurde. Die F-80 flog erstmals am 8. Januar 1944 (damals noch unter der Bezeichnung P-80) und wurde das erste einsatzfähige Kampfflugzeug mit Strahltriebwerk der USA. Angetrieben wurde die F-80 von einem Allison J33. Die F-80C, von der 670 gebaut wurden, hatte eine größere Waffenzuladung als die F-80B. Mit der Auslieferung der letzten F-80C im Juni 1950 endete die Produktion der F-80.

Für die Schulung der angehenden F-80-Piloten standen jedoch lediglich Kolbenmotorflugzeuge zur Verfügung. Aufgrund des Bedarfs an einem strahlgetriebenen Schulflugzeug mit Doppelsteuer wurde im Rumpf der F-80C eine 97,8 cm lange Sektion eingefügt, um im Cockpit Raum für einen zweiten Piloten, die entsprechenden Steuerungseinrichtungen sowie Instrumente zu schaffen. Ferner wurde die Lockheed T-33 mit zwei Zusatztanks an den Tragflächenenden ausgerüstet. Der Erstflug der T-33 fand am 22. März 1948 statt.

Lockheed produzierte von 1948 bis 1955 etwa 690 Exemplare der Lockheed T-33 T-Bird. Canadair fertigte 656 T-33 als CT-133 „Silver Star“ in Lizenz, von Kawasaki wurden 210 Maschinen gefertigt, so dass insgesamt ca. 6.556 T-33 gebaut wurden. Zwar wurde die T-33 offiziell wie die F-80 als „Shooting Star“ bezeichnet, bekannter war jedoch ihr inoffizieller Name „T-Bird“.

Lockheed T-33A T-Bird - Trainingsflugzeug

Technische Daten:

Besatzung

1 Fluglehrer und 1 Flugschüler

Länge

11,51 m

Spannweite

11,85 m

Höhe

3,57 m

Flügelfläche

21,81 m²

Leermasse

3.794 kg

Startmasse

6.950 kg

Antrieb

1 x Allison J33-A-35

Leistung

23,4 kN Schub

Höchstgeschwindigkeit

965 km/h in Meereshöhe

Steigleistung

28,7 m/sec.

Dienstgipfelhöhe

12.350 m

Einsatzreichweite

900 km

Startstrecke über 15 m

780 m

Landestrecke über 15 m

1.061 m

Flugdauer

3 h 12 min.

Bewaffnung

keine (2 x 12,7-mm-MG möglich)

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Der Ursprung des Triebwerkes J 33 liegt im englischen Rolls-Royce Derwent. Auf der Basis des J 31 entwickelte General Electric das Projekt 1-40. Der erste Testlauf des 1-40 fand am 09. Januar 1944 statt. Die Serienproduktion lief unter der Bezeichnung J 33 an. Später fertigte Allison diese Triebwerke. Bekannt geworden ist das Triebwerk besonders als Antrieb für den Strahltrainer Lockheed T-33, auch „T-Birde" genannt. Von 1948 bis 1958 wurden fast 6000 Exemplare dieser Flugzeugreihe hergestellt.

Das Triebwerk zeichnete sich besonders durch seine Zuverlässigkeit, seinen geringen Geräuschpegel und einem relativ geringen Treibstoffverbrauch aus. So konnte die T-33A mit ihren maximal 3070 Liter Treibstoffvorrat (813 US Gallonen) Dauerflüge bis 4 Stunden durchführen.

Technische Daten:

  • Baumuster: Turbojet mit Radialverdichter
  • Konstrukteur: General Electric
  • Hersteller: Allison Division, General Motors Corporation Indianapolis, USA
  • Verdichter: einstufiger, doppelflutiger Radialverdichter
  • Brennkammer: 14 Einzelbrennkammem
  • Turbine: Axial, 1 stufig ungekühlt
  • Schubsystem: starre Schubdüse, ohne Nachbrenner
  • Anlasser: elektrischer Startermotor, Zündsystem Scintilla
  • Regelsystem: hydro-mechanische Doppelförderpumpe mit Bendix Regler
  • Länge: 2680 mm
  • Durchmesser: 1280 mm
  • Gewicht: 826 kg
  • Startschub: 20,5 kN/2088 kp
  • Verdichtungsverhältnis: 4,25:1
  • Drehzahl: 11750 U/min
  • Spez. KS-Verbrauch: 116 kg/kN/h
  • Maximale Abgastemperatur hinter Turbine: 685°C

Cockpit der doppelsitzigen Lockheed T-33A Shooting Star:  (U.S. Air Force Museum Dayton / Ohio)

Schleudersitz: Martin Baker Mk. GU 5

Verwendung in Luftfahrzeug

Lockheed T-33 T-Bird

Herstellerfirrna

Martin-Baker (England)

Verwendungzeit

ab 1962 bis ??

Gewicht

80 kg

Temperaturbereich

-54 °C bis +71°C

Beriebsbereich

150-13.000 m / 167-1100 km/h

Beschleunigung max.

21 G-Belastung

Beschleunigungsphase

0,2 sec.

Ausschusshöhe

35 m

Antriebsart

Pyrotechnik

Betriebsart

halbautomatisch

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