Imperial War Museum Duxford

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Hawker Sea Hawk: einsitziges, einstrahliges Kampfflugzeug der Zeit des Kalten Krieges aus der Produktion des britischen Flugzeugherstellers Hawker Siddeley

Hawker Sea Hawk - Seeaufklärer

Die Sea Hawk ist ein als Mitteldecker ausgelegtes Ganzmetallflugzeug, dessen in der Rumpfmitte befindliche Rolls-Royce-Strahltriebwerk über 2 seitliche Einlässe am Rumpf mit Luft versorgt wird, die über 2 ebenfalls seitlich angebrachte Schubdüsen austritt. Die ungepfeilten Tragflächen des trägergestützten Kampfflugzeugs sind anklappbar, wodurch die Spannweite von 11,95 Meter auf 4,04 Meter reduziert werden kann

Da die Maschine auch als Aufklärer bei der Marine eingesetzt wurde, war es erforderlich, dass sie auf Flugzeugträgern landen konnte. Sie ist daher am Heck mit einem Haken versehen, der in eines der 4 quer zur Landebahn gespannten Drahtseile bei der Landung griff und das Flugzeug abbremste.

Die See Hawk war das erste 1-sitzige Kampfflugzeug der Marineflieger der Bundeswehr. Die Maschine geht auf einen Jagdflugzeugentwurf von Hawker für die RAF zurück. Da diese bald über andere Muster verfügte, verstärkte Hawker die Struktur des freitragenden Mitteldeckers. Für den Flugzeugträgereinsatz erhielt der Jäger einen beiklappbaren 3-teiligen Tragflügel und einen Fanghaken. Das neue Marinejagdflugzeug überzeugte die Navy vor allem mit seiner großen Reichweite und dem unkomplizierten Aufbau. Aus Kapazitätsproblemen übernahm Armstrong Whiteworth die Serienproduktion und baute bis 1959 insg. 434 Flugzeuge. Hauptabnehmer war Großbritannien, aber auch in den Niederlanden, Indien und der Bundesrepublik kamen sie zum Einsatz. Spätere Muster (ab Mk.4) erhielten verstärkte Tragflächen sowie ein leistungsgesteigertes Triebwerk und konnten damit als Jagdbomber Außenlasten mitführen.

Die für die Bundesmarine produzierten 66 Flugzeuge erhielten die Bezeichnung Mk.100 und Mk.101 . Sie unterschieden sich von den englischen durch ein größeres Seitenleitwerk, eine amerikanische Elekironikausrüstung sowie ein zusätzliches Radargerät.

Die Grundausbildung der deutschen Marineflieger fand in den USA statt, die Umschulung auf die Sea Hawk in Schottland. 1958 erfolgte die erste Manöverteilnahme. Von Oktober 1963 bis 1966 rüsteten die Marinefliegergeschwader auf die F-104 Starfighter um. 28 Maschinen wurden anschließend an Indien verkauft, wo sie 1971 im Indisch-Pakistanischen Krieg Kampfeinsätze flogen.

Technische Daten:

Besatzung

1

Länge

12,10 m

Spannweite

11,95 m / gefaltet 4,04 m

Höhe

2,65 m / gefaltet 5,39 m

Gesamtmasse

7.327 kg

Startgewicht

6.950 kg

Leergewicht

4.008 kg

Antrieb

1 x Turbinentriebwerk Rolls-Royce Nene 103 (oder 101) mit 22,68 kN Schub

Höchstgeschwindigkeit

964 km/h ohne Bomben und Außentanks

Dienstgipfelhöhe

13.560 m

Steigleistung

1.737 m/min

Reichweite

2.253 km

Bewaffnung

4 x 20-mm-Kanonen mit je 200 Schuss

Außenlast

900 kg Bomben oder Raketen

Hawker Sea Hawk - Royal Navy
Hawker Sea Hawk - Royal Navy IWM

 

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