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Militärflugzeuge

 

Hawker Hunter Mk. 68: Das doppelsitzige Trainingsflugzeug ist ein Exportmodell für die Schweizer Luftwaffe

Hawker Hunter Mk. 68 - Vorfeld

Die Version Hawker Hunter Mk. 68 ist ein zweisitziges Trainingsflugzeug für die Schweizer Luftwaffe. Die Hawker Hunter ist ein Kampfflugzeug, das ab 1954 hauptsächlich in England, aber auch in anderen Ländern eingesetzt wurde. Der Erstflug war 1951. Seine Hauptaufgabe bestand in der Erdkampfunterstützung.

Die Hunter war das erste schallnah fliegende britische Jagdflugzeug. Sie flog in einigen Luftstreitkräften bis in die 1980er Jahre. Der Entwurf zu diesem Jäger geht auf die RAF Forderung F.3/48 zurück. Der Koreakrieg beschleunigte die Entwicklung und das Werk erhielt bereits vor dem Erstflug einen Serienauftrag über 113 Maschinen. Dennoch verzögerten zahlreiche technische Probleme die volle lndienststellung bis 1954. Danach setzte sich die Hunter als ein robustes und vielseitig einsetzbares Flugzeug immer mehr gegen andere Typen durch.

In großen Stückzahlen hergestellt, flog die Hunter in fast 20 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas. In den lokalen Kriegen im Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent wurde sie in der Jagdbomberrolle eingesetzt. Die ersten Serienmuster wurden nach kurzer Zeit durch die F.4 ersetzt, die mit Luft-Boden-Raketen ausgerüstet werden konnte. Diesen Typ bauten Belgien und die Niederlande in Lizenz. Ab 1956 kam die verbesserte Version F.6 bei nicht weniger als 19 RAF-Squadrons zum Einsatz. Aus der Jägerrolle verdrängt entstand später aus der F.6 die Jagdbombervariante FGA.9, die durch große Zusatztanks einen größeren Aktionsradius hatte. Für die Hunter wurden auch mehrere 2-sitzige Schul- und Trainingsvarianten entwickelt.

Die im Luftwaffenmuseum ausgestellte Hunter F6A „XG 152“ wurde 1965 in Kingslon gebaut. Nach mehreren Zwischenstationen gehörte sie bis 1992 zur No. 3(F) Squadron in Gütersloh.

Hawker Hunter Mk.68

Technische Daten:  Hawker Hunter F Mk.9

Länge

13,98 m

Spannweite

10,26 m

Höhe

4,01 m

Flügelfläche

32,43 m²

Leermasse

6.020 kg

Startmasse, normal

8.340 kg

max. Startmasse

10.885 kg

Höchstgeschwindigkeit in Seehöhe

1144 km/h (Mach 0,94)

Höchstgeschwindigkeit in 11.000 m

978 km/h

Marschgeschwindigkeit

740 km/h

Dienstgipfelhöhe

15.250 m

Aktionsradius

bis 570 km

Überfüührungsreichweite

2960 km

Anfangssteigegeschwindigkeit

40,7 m/s

Steigzeit bis 14.000 m

6 : 45 min

Triebwerk

1 x Rolls-Royce Avon 207 mit 4604 kp (45,15 kN) Schub

Hawker Hunter Mk. 68
Hawker Hunter Mk. 68 - Flug
Hawker Hunter Mk. 68 - Startphase
Hawker Hunter Mk. 68 - Rollfeld
Hawker Hunter Mk. 68 - Heckansicht

Rolls-Royce Avon Mk 28-49: Turbojet Engine der Hawker Hunter

Das Rolls-Royce Avon ist das erste Strahltriebwerk von Rolls-Royce mit Axialverdichter und wurde zwischen 1950 und 1974 über 11.000-mal produziert. Die Avon trieb in unterschiedlichen Variante eine Vielzahl von Militär- und Verkehrsflugzeugen an: English Electric Canberra, Hawker Hunter und Vickers-Armstrong Valiant, de Havilland Comet und SNCASE Caravelle.

Im Jahr 1945 begann Rolls-Royce mit der Entwicklung des intern als AJ.65 bezeichneten  Axialstrahltriebwerks Avon mit zunächst  28,91 kN (6.500 lb) Schub, um das Triebwerk Rolls-Royce Nene zu ersetzen. Die ersten Serienmotoren der 100er Serie (RA.3) wurden im Juni 1950 ausgeliefert. Für die De Havilland DH 106 Comet und Sud Aviation Caravelle wurde das zivile RA.29 Triebwerk mit einem Schub von 45.592 N (10.250 lb) hergestellt. Die RB.146 300-Serie wurde später mit einem Schub von 76.10 kN (17.110 lb) und Nachverbrennung hergestellt.

Das hier abgebildete Triebwerk RA.28-49 mit einem Schub von 44,48 kN (10.000 lb) wurde im Juni 1955 speziell für die Ryan Aeronautical Company in San Diego, Kalifornien, hergestellt. Es trieb das senkrecht startende Versuchsflugzeug Ryan X-13 VTOL Vertijet zwischen 1955 und 1957 an. Im November 1956 war die Vertijet, die sich jetzt in der Sammlung des U.S. Air Force Museums befindet, das erste strahlgetriebene VTOL-Flugzeug, das den Übergang vom Horizontal- zum Vertikalflug und die Rückkehr zum Horizontalflug demonstrierte.

Technische Daten:

Typ: Turbojet
Schub: 44.480 N bei 8.000 U/min
Kompressor: 15-stufig
Niederdruck-Axialbrenner: 6-stufig
Hochdruck-Axialbrenner: 9-stufig
Gewicht: 1.709 kg

 

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