Internationale Luftfahrtausstellung
- Berlin Air Show -

Flugzeuge aus der Frühzeit der Luftfahrt

 

PZL Mielec M 18 Dromader: Agrarflugzeug und Löschflugzeug des ehemaligen Warschauer Paktes

PZL Mielec M 18 Dromader

Der traditionelle Agrarflug der ehemaligen DDR ist weiterhin in den neuen Bundesländern beheimatet. Nach starken Leistungseinbrüchen Anfang der 1990er Jahre konnte sich der Markt für den Agrarflug stabilisieren. Die derzeit größte Unternehmung in diesem Bereich ist die Firma FSB Air Service GmbH mit Stammsitz am Flugplatz Kyritz. Auf der ILA 2002 waren Flugvoführungen einer Variante zur Feuerbekämpfung zu sehen. Punktgenau konnte ein auf dem Vorfeld entzündetes Feuer gelöscht werden.

Derr Tiefdecker ist mit entfernbarer Aluminiumlegierung und rostfreien Stahlblechen verkleidet. Das Cockpit wurde vom Kommandanten des Thrush S-2 angepaßt und so stabil ausgelegt, dass ein Unfall mit hoher Belastung überlebt werden konnte. Durch 2 Türen auf beiden Seiten ist einfacher Zugang zur Kabine gewährleistet. Bei einigen Modellen können die Flügel im Hunger zwecks Raumeinsparung angklappt werden. Das nicht einklappbare Fahrwerk ist an teleskopischen starren Beinen aufgehängt. Hinten befindet sich ein steuerbares Spornrad. Der Behälter von 2.700 Litern Kapazität kann vom Cockpit aus auf einen Schlag entleert werden.

PZL Mielec M 18 Dromader - Löschflugzeug

Technische Daten:

Besatzung

1 Pilot

Länge

9,47 m

Spannweite

17,70 m

Höhe

3,70 m

Leergewicht

2710 kg

Maximales Abfluggewicht

5.300 kg

Zuladung

2200 kg und 1 Techniker

Triebwerk

Asch-62IR-M18

Art

9-Zylinder-Sternmotor

Motorleistung

980 PS

Reisegeschwindigkeit

230 km/h

Höchstgeschwindigkeit

280 km/h

Reichweite

970 km

Dienstgipfelhöhe

6500 m

Geschichte:

Die PZL M-18 Dromader wurde durch PZL-Mielec in Zusammenarbeit mit einer US-Luftfahrtfirma entwickelt und hergestellt. Zuerst wurde sie als Version eines landwirtschaftlichen Flugzeuges geplant, das durch eine starke polnische Maschine angetrieben wurde. Diese war so stark, dass sie ein 40 Prozent schwereres Flugzeug hätte bewegen können. Daraufhin wurde das Flugzeug 1974 zu einer leistungsstärkeren Variante umgebaut. Die neu entstandene M-18 benutzte die zentralen und hinteren Teile des Rumpfes, der Rumpfhaut, des Cockpits, der Flügelverkleidungen und die meisten Teile des Steuersystems. Der vordere Rumpf wurde neu entworfen, auch das Fahrgestell und der Chemikalienbehälter.

Der Prototyp wurde im August 1976 erstmals geflogen. Die Serienproduktion der M-18 Dromader begann 1978. Eine Feuerbekämpfungvariante war ebenfalls im November 1978 fertig. Die Dromader wurde der größte kommerzieller Erfolg der Firma Mielec. Über 700 Flugzeuge wurden in viele Länder der Welt exportiert. Die meisten Kunden waren in den USA (192) gefolgt von Deutschland (58), von Kuba (46), von Ungarn (45), von der ehemaligen Tschechoslowakei (39) und von Nicaragua (37). Sei t2002 entwickelt PLZ die M18B und einen 2-sitzigen Trainer.

PZL Mielec M 18 Dromader - Löscheinsatz
PZL Mielec M 18 Dromader - Agrarflugzeug
PZL Mielec M 18 Dromader - ILA 2002
PZL Mielec M 18 Dromader - Luftfahrtausstellung

Sternmotor: Asch-62IR-M18

Zylinder

9

Kühlung

Luft

Hubraum

29.870 m³

Verdichtungsgrad

6,4

Leistung

980 PS

max. Drehzahl

2200 U/min

Zylindereihenfolge

ab 1 oben im Uhrzeigersinn

Zündfolge

1 3 5 7 9 2 4 6 8

Durchmesser

1,38 m

Kraftstoff

Fugbenzin mindestens 91 Oktan

Drehrichtung

Rechtsläufer

Trockengewicht

567 kg

Länge

1,13 m

Schmierstoff

Aero 100

PZL Mielec M 18 Dromader - Sternmotor
PZL Mielec M 18 Dromader - Flug

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow (Berlin, Spandau)

 

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