Luftwaffenmuseum Gatow
- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr -

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Mil Mi-9: Der Milit√§rhubschrauber ist eine fliegende Kommandozentrale f√ľr St√§be der Landstreitkr√§fte ab Division aufw√§rts

Die Mil Mi-9 war als fliegende Kommandozentrale f√ľr St√§be der Landstreitkr√§fte ab Division aufw√§rts vorgesehen. Verwendet im Bestand von Staffeln der F√ľhrung und Aufkl√§rung war er direkt den St√§ben der Milit√§rbezirke unterstellt.

Grunds√§tzlich basiert der Mil Mi-9 Hubschrauber auf der Konstruktion der Mil Mi-8T. Zus√§tzlich zur ansonst identischen Navigations- und Funkausr√ľstung wurden die Ger√§te R-886 (KW), R-802 und R-111 (UKW) und R-405 (Richtfunk) eingebaut. In dieser Bordnachrichtenzentrale befanden sich auch Vermittlungs- und Chiffrierger√§te. Diese und die gesamte Antennenanlage wurden von einem eigenen Generator mit Elektrizit√§t versorgt.

Der Laderaum unterteilte sich in drei Arbeitsräume:
Eine Nachrichtenzentrale, einen Raum f√ľr die operative Gruppe mit Kartentisch und √úbersichtstafeln und einer Ger√§tesektion mit Stromaggregat und Bodenantennen. Besondere √§u√üerliche Kennzeichen sind die zus√§tzlichen Antennen, und die Eingangst√ľr im Heckbereich.

Der hier ausgestellte Hubschrauber ist einer von acht an die LSK/LV gelieferten F√ľhrungshubschrauber. Der 93+92 (W.Nr. 34 0006) flog in der NVA als 411. Er geh√∂rte vom Dezember 1983 bis Oktober 1990 zum Kampfhubschraubergeschwader 5 ‚ÄěAdolf von L√ľtzow" in Basepohl.

Technische Daten:

Hersteller

Konstruktionsb√ľro Mil (UdSSR)

Besatzung

2 Piloten, 1 Bordtechniker

.

3 F√ľhrungsspezialisten

Triebwerk

2 x Klimow TW2 - 117 A Gasturbine

Rotordurchmesser

21,28 m

Heckrotordurchmesser

3,91 m

Rumpflänge

18,30 m

L√§nge √ľber alles

25,28 m

Höhe

5,65 m

Leergewicht

6.496 kg

Abfluggewicht

12.000 kg

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Dienstgipfelhöhe

4.500 m

Reichweite mit Zusatztank

930 km

Bewaffnung

keine

Erstflug

1982

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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