MilitÀrhistorisches Museum der Bundeswehr
- Luftwaffenmuseum Gatow -

Das grĂ¶ĂŸte Flugzeugmuseum in Deutschland

 

Mil Mi-8 T: Transporthubschrauber mit 2 Turbinentriebwerken, Heckladetor und Seilwinde

Der Hubschrauber Mi-8 befand beziehungsweise beïŹndet sich in ĂŒber 40 LĂ€ndern der Erde im Einsatz. Seit Beginn der Serienproduktion 1964 wurden circa 10.000 Maschinen gebaut.

Der Mi-8 hat einen in Ganzmetall-Halbschalenbauweise gefertigten Rumpf. Als Truppentransporter kann der Hubschrauber bis zu 24 Soldaten im Laderaum aufnehmen. Bei der Rettung von Verletzten oder GeschĂ€digten in unwegsamen GelĂ€nden wird die ĂŒber der EingangstĂŒr montierte elektrische Winde benutzt, die eine Trag von max. 250 kg hat. Da die Ganzmetall-Tragschraube wie auch die Heckschraube thermisch zu enteisen sind, kann die Maschine in allen Klimazonen unter fast allen Wetterbedingungen operieren.

Die Ausstattung der NVA-TransportfliegerkrĂ€fte mit dem Turbinenhubschrauber Mi-8T begann im Jahre 1968. Er ersetzte auch bei den MarinefliegerkrĂ€ften und bei den Grenztruppen der DDR den Mil Mi-4. Der Hubschrauber Mi-8 war universell einsetzbar. Er eignete sich fĂŒr die Ausbildung von HubschrauberfĂŒhrern ebenso wie fĂŒr den Transport von Einheiten und AusrĂŒstngsgegenstĂ€nden sowie den Zivilbetrieb.

An der Außenlastvorrichtung lassen sich Lasten oder sperrige GĂŒter bis zu einem Gewicht von 2.500 kg transportieren. Weitere Einsatzgebiete waren die Seenotrettung, das Absetzen von FallschirmjĂ€gern oder Luftlandetruppen, aber auch die LuftaufklĂ€rung, die Zieldarstellung fĂŒr JagdfliegerkrĂ€fte oder fĂŒr funkmeßtechnische Truppen und im SanitĂ€tsdienst.

Nach der deutschen Einheit wurden einige der 52 Mi-8 im Such- und Rettungsdienst (SAR) der Bundeswehr geflogen. Sie blieb dort bis 1994 aktiv. Zuvor flogen sie die NVA bis 1990.

Die ausgestellten Hubschrauber Mi-8T mit der Kennung 93+01 und 93+44 flogen bis zum 3.Oktober 1990 bei der NVA als 398 (Werk-Nr. 03 12 33) und 927 (Werk-Nr. 10543). Im Transporthubschraubergeschwader 34 in Brandenburg-Briest blieben sie bis zum 30. Juni 1994 aktiv und sind seit Juli 1994 im Museum.

Technische Daten:

Hersteller

KonstruktionsbĂŒro Mil (UdSSR)

Besatzung

2 Piloten, 1 Bordtechniker

Triebwerk

2 x Klimow TW2 - 117 A

RotorblÀtter

5

Rotordurchmesser

21,28 m

Heckrotordurchmesser

3,91 m

RumpflÀnge

18,30 m

LĂ€nge ĂŒber alles

25,28 m

Höhe

5,65 m

Leergewicht

6.496 kg

Abfluggewicht

12.000 kg

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

Dienstgipfelhöhe

4.500 m

Reichweite mit Zusatztank

930 km

Bewaffnung

4 BehÀlter mit je 16 ungelenkte Luft-Boden-Raketen S-5 KO (57 mm)

Mil Mi-8 im Such- und Rettungsdienst (SAR) der Bundeswehr: Nach der deutschen Einheit wurden einige ehem. DDR-Maschinen dort geflogen und blieben bis 1994 aktiv 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

 

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