Luftwaffenmuseum Gatow
- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr -

Das größte Flugzeugmuseum in Deutschland

 

Hawker Hunter F.Mk.6: Kampfflugzeug der Royal Air Force aus der Zeit des Kalten Krieges

Die Hawker Hunter war ein von der Firma Hawker Siddeley entwickeltes Kampfflugzeug, das ab 1954 hauptsächlich in England bei der Royal Air Force (RAF) eingesetzt wurde, aber auch in anderen Ländern. Der Erstflug war 1951. Seine Hauptaufgabe war die Erdkampfunterstützung.

Die Hunter war das erste schallnah fliegende britische Jagdflugzeug. Sie flog in einigen Luftstreitkräften bis in die 80er Jahre. Der Entwurf zu diesem Jäger geht auf die RAF Forderung F.3/48 zurück. Der Koreakrieg beschleunigte die Entwicklung und das Werk erhielt bereits vor dem Erstflug einen Serienauftrag über 113 Maschinen. Dennoch verzögerten zahlreiche technische Probleme die volle lndienststellung bis 1954. Danach setzte sich die Hunter als ein robustes und vielseitig einsetzbares Flugzeug immer mehr gegen andere Typen durch.

In großen Stückzahlen hergestellt, flog die Hunter in fast 20 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas. In den lokalen Kriegen im Nahen Osten und auf dem indischen Subkontinent wurde sie in der Jagdbomberrolle eingesetzt. Die ersten Serienmuster wurden nach kurzer Zeit durch die F.4 ersetzt, die mit Luft-Boden-Raketen ausgerüstet werden konnte. Diesen Typ bauten Belgien und die Niederlande in Lizenz. Ab 1956 kam die verbesserte Version F.6 bei nicht weniger als 19 RAF-Squadrons zum Einsatz. Aus der Jägerrolle verdrängt entstand später aus der F.6 die Jagdbombervariante FGA.9, die durch große Zusatztanks einen größeren Aktionsradius hatte. Für die Hunter wurden auch mehrere 2-sitzige Schul- und Trainingsvarianten entwickelt.

Die im Luftwaffenmuseum ausgestellte Hunter F6A „XG 152“ wurde 1965 in Kingslon gebaut. Nach mehreren Zwischenstationen gehörte sie bis 1992 zur No. 3(F) Squadron in Gütersloh.

Technische Daten:

Länge

13,98 m

Spannweite

10,26 m

Höhe

4,01 m

Flügelfläche

32,43 m²

Leermasse

6.020 kg

Startmasse, normal

8.340 kg

max. Startmasse

10.885 kg

Hööchstgeschwindigkeit in Seehöhe

1144 km/h (Mach 0,94)

Höchstgeschwindigkeit in 11.000 m

978 km/h

Marschgeschwindigkeit

740 km/h

Dienstgipfelhöhe

15.250 m

Aktionsradius

350 - 570 km

Überführungsreichweite

2.965 km

Steigegeschwindigkeit

40,7 m/s

Steigzeit bis 14.000 m

6:45 min

Triebwerk

1 x Rolls-Royce Avon 207 mit 45,15 kN Schub

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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