Luftwaffenmuseum Gatow
- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr -

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Canadair CL-13A Sabre Mk.5: kanadischer Lizenzbau der North American F-86 Sabre, genutzt von der deutschen Luftwaffe

Die Canadair CL-13A Sabre Mk.5 ist ein kanadischer Lizenzbau der North American F-86 Sabre. Die „Sabre" war in den fünfziger Jahren das StandardJagdflugzeug der US Air Force. Sie kam in vielen NATO-Staaten zum Einsatz. Es wurden ca. 6000 F-86 in fünf Ländern produziert.

Ausgehend von einem Strahljäger für die US-Marine bot North American den Luftstreitkräften 1944 einen abgewandelten Entwurf an. Ursprünglich mit geraden Tragflächen gedacht, änderte man 1945 auf Grundlage deutscher Erkenntnisse den Entwurf in ein Jagdflugzeug mit Pfeilflügeln. Die F-86 war nicht als Überschallflugzeug konzipiert. 1947 flog der erste Prototyp. Zwei Jahre später begann die Serienproduktion. Danach blieb die Sabre über zwanzig Jahre bei zahlreichen Luftstreikräften auf allen fünf Kontinenten im Dienst.

Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges sollte die F-86 die militärische Stärke der USA demonstrieren. Im Koreakrieg (1950-1953) wurde deutlich, dass sich die Maschine technisch auf dem gleichen Stand befand wie die MIG-15. Ausgehend von den Kriegserfahrungen in Korea erhielt der Jäger ein stärkeres Triebwerk und bessere Waffen. Für den Ausgang der Luftkämpfe in Korea war die bessere Ausbildung der F-86 Piloten von Bedeutung.

Kanada begann 1950 mit dem Lizenzbau. Die Bundeswehr bestellte 225 Sabre Mk.VI und erhielt 75 Sabre Mk.V als Geschenk zur Waffenschulung. Diese begann im Oktober 1957 an der Waffenschule 10 in Oldenburg. Am 29. November wurde der Flugbetrieb aufgenommen. Die Ausbildung erfolgte mit Unterstützung der Kanadier.

Technische Daten:  Erstflug: 21.07.1953

  • Hersteller: Canadair Ltd. Montreal
  • Besatzung: 1 Pilot
  • Triebwerk: AVRO-Orenda 10
  • Leistung: 26,1 kN Schub
  • Spannweite: 11,3 m
  • Länge: 11,4 m
  • Höhe: 4,5 m
  • Leergewicht: 5 155 kg
  • Abfluggewicht: 8 170 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 1 030 km/h
  • Steigleistung: 2.290 m/min
  • Dienstgipfelhöhe: 14.400 m
  • Reichweite: 1.960 km

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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