Internationale Luftfahrtausstellung ILA

Sportflugzeuge und Reiseflugzeuge

 

Grob 115 D Acro: kunstflugtaugliches Flugzeug, bei dem der Fluggast in side-by-side Anordnung neben dem Piloten sitzt

Grob 115 Acro zeichnet sich durch ein breites Einsatzgebiet aus. Die Maschine verf√ľgt √ľber ein Triebwerk vom Typ Textron-Lycoming O-320 D1A, welches 160 PS leistet und seine Leistung √ľber eine festeingestellte 3-Blatt Luftschraube an die umgebende Luft abgibt. Der 4-Zylinder-Motor hat mehr als 5,2 Liter Hubraum und arbeitet nach dem Boxerprinzip.

Gebaut im schw√§bischen Unterallg√§u (Mindelheim), kommt sie bei zur Fortgeschrittenenschulung, f√ľr die Kunstflugausbildung, kleinere Reisefl√ľge und die Gefahreneinweisung, wie z.B. Vertrautmachen mit ungewohnten Fluglagen, Abkippen, Trudeln, zum Einsatz. Mit den einfachen Flugzeugsystemen und der √ľbersichtlichen Avionik kommen auch Einsteiger schnell zurecht. Im Innenraum bietet sie sehr angenehme Sitze sowie eine gro√üe Gep√§ckablage, so dass auch das Wochenendgep√§ck hier problemlos Platz findet. Besonderheit ist ihre Agilit√§t und ihre Kunstflugzulassung.

Technische Daten:  (betrifft Grundmodell G 115E)

Fl√ľgelspannweite

10,0 m

Fl√ľgelfl√§che

12,21 m²

Länge

7,54 m

Höhe

2,40 m

Leergewicht

685 kg

max. Startgewicht

990 kg

Mindestgeschwindigkeit

96 km/h CAS

Höchstgeschwindigkeit

343 km/h max.

Reisegeschwindigkeit bei 75 %

240 km/h

max Reichweite bei 45 %

1.150 km

Antrieb

Textron Lycoming AEIO-360-B1F/B

Motorleistung

180 HP

Propeller

Hoffmann oder MT-Propeller, 3-blade

Tankinhalt

150 Liter (ausfliegbar 143 Liter)

Startrollstrecke √ľber 15 m Hindernis

460 m

Landestrecke √ľber 15 m Hindernis

490 m

Die Grob G 115E ist ein einmotoriges zweisitziges Schulflugzeug des Herstellers GROB Aircraft AG. Der Erstflug der G 115 erfolgte am 15. November 1985. Das Flugzeug erhielt im M√§rz 1987 seine Zulassung und wurde Ende 1988 nach FAR Part 23 zertifiziert. Die erste Version war allerdings mit dem Boxermotor Lycoming O-235-H2C mit 85 kW und Zweiblattpropeller untermotorisiert. Die ab 1989 ausgelieferte G 115A erhielt Verstellpropeller, die ab 1988 lieferbare G 115B den st√§rkeren Lycoming O-320-D2A mit 111 kW. Die Versionen Grob G 115 D/E/EG sind mit einem Lycoming-Boxermotor AEIO-360-B1F/B mit 134 kW ausgestattet, der f√ľr den Kunstflugeinsatz modifiziert wurde, um Schmierung und Treibstoffversorgung in allen Flugzust√§nden zu gew√§hrleisten. Zur Leistungs√ľbertragung wird ein 3-Blatt-Verstellpropeller eingesetzt.

Obwohl das Flugzeug nur eine geringe aber √∂konomisch sinnvolle Leistung hat, ist es aufgrund seiner robusten Bauweise voll kunstflugtauglich. Angenehm ist ferner, dass der Sch√ľler / Gast in side-by-side Sitzanordnung neben dem Piloten sitzt und so alle Man√∂veraktivit√§ten direkt einsehen kann. Die Maschine √ľberzeugt durch ihr reichhaltiges, jedoch sehr √ľbersichtliches Cockpit und eine ausgezeichnete Verarbeitung. Weiteres Merkmal ist die feine Abstimmung der Steuerkr√§fte und die Agilit√§t. Die Grob 115E wird als Schulflugzeug (PPL-A und Kunstflugschulung), f√ľr das Sicherheitstraining und als Chartermaschine eingesetzt.

 

Die Grob Aircraft  mit Sitz in Tussenhausen im Landkreis Unterallg√§u ist einer der weltweit f√ľhrenden Hersteller von Flugzeugen aus Verbundwerkstoffen. Im August 2008 stellte das Management der Grob Aerospace GmbH auf Grund von Zahlungsunf√§higkeit beim zust√§ndigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag.[5] Bis Ende Oktober desselben Jahres konnte die Produktion aufrechterhalten werden. Ende Januar 2009 √ľbernahm H-3 Aerospace mit Hilfe der Fortius Mittelstandskapital AG das Trainingsflugzeug- und Wartungsgesch√§ft und f√ľhrt es seitdem als Grob Aircraft AG weiter, woraufhin am 1. Februar die Produktion wieder aufgenommen wurde. Die Produktion wurde auf die G 115E, G 120A und G 120TP sowie auf die G 520 EGRETT reduziert, die Motorsegler werden jedoch weiterhin am Standort in Mattsies gewartet. Die Grob G 160 Range, Grob G180 SPn und die hier abgebildete Grob G 140 TP werden nicht mehr produzuiert.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

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