Internationale Luftfahrtausstellung
- Berlin Air Show -

Hubschrauber / Helikopter

 

MTOsport: Die AutoGyro GmbH ist Weltmarktf├╝hrer bei der Produktion und beim Vertrieb von Tragschraubern

MTOsport - Tragschrauber

Der Gyrocopter MTOsport ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen MT03 der Firma AutoGyro GmbH, von dem weltweit ├╝ber 800 Tragschrauber erfolgreich im Einsatz sind. Als erster in der UL-Klasse zugelassener Tragschrauber in Deutschland bietet der MT03 ein ganz neues Flugerlebnis. Die AutoGyro GmbH ist Weltmarktf├╝hrer in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von Tragschraubern.

Der MTOsport wurde im Fr├╝hjahr 2008 vorgestellt. Um den Gyro an die verschiedensten Gegebenheiten weltweit anzupassen, bieten wir mit unseren Floats auch die M├Âglichkeit, Starts und Landungen zu Wasser durchzuf├╝hren. Somit wird das Einsatzgebiet des MTOsport nahezu grenzenlos.

Ein Tragschrauber ist ein Drehfl├╝gler und ├Ąhnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber. Jedoch wird hier der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt (Autorotation). Der Auftrieb wird wie bei einem Hubschrauber durch die Relativbewegung des Rotorblattes gegen├╝ber der umgebenen Luft erzeugt. Der Vortrieb erfolgt wie bei einem Starrfl├╝gel-Flugzeug durch ein Propellertriebwerk. Der Motor bewegt nur den Propeller und dient ausschlie├člich dem Antrieb, selbst bei einem Ausfall, des f├╝r den Schub sorgenden Propellers st├╝rzt der Gyrocopter nicht ab, sondern schwebt ├Ąhnlich einem Ahornsamen ganz langsam zu Boden.

MTOsport - Cockpit

Technische Beschreibung:

  • Tragschrauber mit Bugradfahrwerk
  • Rahmen aus schutzgasgeschweitem Edelstahlrohr
  • Zweisitzige Tandemanordnung
  • Hauptfahrwerk gefedert und mit hydraulischen Scheibenbremsen
  • Rotor aus Aluminium Strangpressprofil
  • Rotorkopfsteuerung konventionell mittels Steuerstangen
  • Seitenrudersteuerung ├╝ber Seilz├╝ge
  • Seitenruder und Leitwerke aus GFK/CFK

Technische Daten:

  • L├Ąnge: 5.08 m
  • Breite: 1.88 m
  • H├Âhe: 2.71 m
  • Leermasse: 240.8 bis 247.0 kg
  • Zuladung: 209.2 bis 203.0 kg
  • Abflugmasse (max.): 450.0 kg
  • Tankinhalt: 34 ltr
  • (mit optionalem Zusatztank): 68 ltr
MTOsport - Rotax-Motor

Triebwerk: (optional)

ROTAX 912 ULS

  • 4-Zylinder, Viertakt-Otto-Motor in Boxeranordnung
  • Fl├╝ssigkeitsgek├╝hlte Zylinderk├Âpfe
  • Stauluftgek├╝hlte Zylinder
  • Trockensumpfdruckschmierung
  • Hydrost├Â├čel
  • 2 Vergaser
  • Mechanische Kraftstoffpumpe
  • Kontaktlose Magnet-Kondensator-Doppelz├╝ndung
  • Propellerantrieb ├╝ber integriertes Getriebe mit mechanischer Schwingungsd├Ąmpfung und ├ťberlastkupplung
  • Elektrischer Anlasser (12V 0,6kW)
  • Luft-Ansaugsystem und Auspuffanlage

 

ROTAX 914 UL:

  • 4-Zylinder, Viertakt-Otto-Motor in Boxeranordnung mit Turbo-Lader und elektronischer Ladedruckregelung (TCU)
  • Fl├╝ssigkeitsgek├╝hlte Zylinderk├Âpfe
  • Stauluftgek├╝hlte Zylinder
  • Trockensumpfdruckschmierung
  • Hydrost├Â├čel
  • 2 Vergaser
  • Kontaktlose Magnet-Kondensator-Doppelz├╝ndung
  • Propellerantrieb ├╝ber integriertes Getriebe mit mechanischer Schwingungsd├Ąmpfung und ├ťberlastkupplung
  • Elektrischer Anlasser (12V 0,6kW)
  • Luft-Ansaugsystem und Auspuffanlage
MTOsport - Gyrokopter

Rotor:

  • Typ: 2-Blatt, fest eingestellt, mit zentralem Schlaggelenk
  • Material: EN AW 6005A T6 Aluminium Strangpressprofil
  • Blattprofil: NACA 8H12

Standard Rotor:

  • Rotordurchmesser: 8.4 m
  • Rotorkreisfl├Ąche: 55.4 m┬▓
  • Rotorfl├Ąchenbelastung: 8.1 kg/ m┬▓

Sport Rotor:

  • Rotordurchmesser: 8.0 m
  • Rotorkreisfl├Ąche: 50.3 m┬▓
  • Rotorfl├Ąchenbelastung: 8.9 kg/ m┬▓

Propeller: (optional)

HTC 3 Blatt

  • Luftschraube mit am Boden ver├Ąnderlichem Einstellwinkel in Faserverbundbauweise
  • Muster: HTC 3 Blatt 172 ccw 3B
  • Blattzahl: 3
  • Durchmesser: 172 cm
  • Verstelleinrichtung: keine

IVO Propeller:

  • Luftschraube mit im Flug ver├Ąnderlichem Einstellwinkel in Faserverbundbauweise
  • Muster: IVO Prop medium ccw 3B
  • Blattzahl: 3
  • Durchmesser: 172 cm
  • Verstelleinrichtung: elektrisch, stufenlos

WAS IST EIN GYROCOPTER ?

Erfunden wurde der Tragschrauber von dem Spanier Juan de la Cierva, der sein Flugger├Ąt AutoGyro nannte. Ein Tragschrauber - auch Gyrocopter genannt - ist ein Drehfl├╝gler und ├Ąhnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber. Hier wird jedoch der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind mittels Autorotation in Drehung versetzt. Der Auftrieb wird wie bei einem Hubschrauber durch die Bewegung des Rotorblattes gegen├╝ber der umgebenen Luft erzeugt. Der Vortrieb erfolgt wie bei einem Flugzeug durch ein hinten befindlichs Propellertriebwerk. Der Motor bewegt nur den Propeller und dient ausschlie├člich dem Antrieb. Sogar bei einem Motorausfall st├╝rzt der Gyrocopter nicht ab, sondern schwebt ├Ąhnlich einem Ahornsamen ganz langsam zu Boden.

EIGENSCHAFTEN:

Der Gyrocopter hat eine H├Âchstgeschwindigkeit von 185 km/h und eine Reisegeschwindigkeit von 160 km/h. Ab 30km/h Gegenwind kann der Gyrocopter in der Luft wie ein Hubschrauber auf der Stelle stehen. Nur 120 Meter reichen als Startrollstrecke aus, zum Landen ben├Âtigt er 0 bis 20m. Der Gyrocopter kann bei wirtschaftlicher Reisegeschwindigkeit und 500 km Luftlinie ca. 4 Stunden in der Luft bleiben. Der Gyrocopter ist im Prinzip unempfindlich gegen├╝ber Wind- und Wetterbedingungen, selbst bei Sturmgeschwindigkeiten von 70-90 km/h. Es gibt Tragschrauber, die schon ├╝ber die Alpen geflogen sind und mit einem Turbomotor betr├Ągt die Dienstgipfelh├Âhe etwa 4.550 Meter.

VORTEILE:

  • kein ├ťberziehen m├Âglich
  • Kein Trudeln
  • Minimale Startstrecke (10 bis 70m)
  • Praktisch keine Landestrecke erforderlich
  • Extremer Langsamflug m├Âglich
  • Minimale R├╝stzeiten
  • Einfacher Transport
  • Minimaler Stellplatz erforderlich
  • Auch bei Starkwind und Turbulenzen hoher Komfort mit gr├Â├čtm├Âglicher Sicherheit
  • Gro├čes Geschwindigkeitsspektrum
  • Gegen├╝ber einem Hubschrauber liegen die Betriebskosten bei etwa 10%

SICHERHEIT:

Der Gyrocopter ist ein sehr sicheres Flugger├Ąt mit stabilen Flugeigenschaften. Selbst bei einer Windst├Ąrke von 50 km/h kann ein Gyrocopter ohne Probleme sicher landen. Da der Rotor nur durch den Luftstrom passiv angetrieben wird, ist er mechanisch gering belastet und kann somit auf ein kompliziertes und teures Getriebe verzichten. Selbst ein Antriebsausfall ist kein Problem f├╝r den Tragschrauber, einen Str├Âmungsabriss gibt es nicht, weil sich der Rotor weiter dreht. Durch die Autorotation des Rotors l├Ąsst sich ein Gyrocopter daher immer sicher landen. Der Rotor holt sich seine Umdrehungsgeschwindigkeit aus dem Fahrtwind, das hei├čt der Rotor wird passiv angetrieben. Ein Stillstand oder Drehzahlverlust des frei drehenden Rotors kann bei einem Triebwerksausfall niemals eintreten.

AUTOROTATION:

Als Autorotation bezeichnet man das nur durch Luftstr├Âmung (Fahrtwind) erzeugte freie rotieren eines Rotors oder Flugk├Ârpers. Die Rotorbl├Ątter setzen die Energie des Luftstroms dabei in einen dynamischen Auftrieb um, vergleichbar mit den Tragfl├╝geln eines Starrfl├╝gel-Flugzeugs. Bei einem Tragschrauber dient somit ein antriebsloser Rotor der Erzeugung des Auftriebs anstelle von festen Tragfl├Ąchen. Der Vortrieb erfolgt durch einen Heckmotor mit Propeller. Das Flugverhalten eines Gyrocopter im Sinkflug ist auf die Rotationsbewegungen eines Ahornsamens zur├╝ckzuf├╝hren. Egal aus welcher Position und Richtung ein Ahornsamen losfliegt, nach einem kurzen Sturzflug geht er in eine spiralf├Ârmige bzw. schraubenf├Ârmige Rotationsbewegung ├╝ber und sinkt auf diese weise langsam zu Boden.

Juan de la Cierva: Der Tragschrauber wird erfunden (Quelle: Hubschraubermuseum B├╝ckeburg)

Es ist jetzt an der Zeit, den in Spanien geborenen Juan de la Cierva Y Codorniu zu erw├Ąhnen. Es steht fest, dass viele Erfolge auf dem Gebiet der Drehfl├╝geltechnik der Erfindung des Tragschrauber zu verdanken sind, der einen gl├╝cklichen Einfall und eine bedeutende Leistung des Tiefbauingenieurs darstellt. Er war einer Idee treu geblieben und hatte seine Karriere aufgegeben, um sich voll und ganz seiner Leidenschaft, der Luftfahrt zu widmen.

Cierva C30 autogiro - TragschrauberSchon in sehr jungen Jahren entwickelte und baute er 1912 zusammen mit Barcalla Diaz sein erstes Flugzeug, die BCD-1, das zahlreiche Fl├╝ge ausf├╝hrte. Nach dem Bau eines weiteren einmotorigen Flugzeuges konstruierte er 1919 ein dreimotoriges Flugzeug, das auf Grund seiner Konzeption und der Anordnung der Motoren seiner Zeit voraus war: ein Motor befand sich in der Rumpfnase, die anderen Motoren waren beiderseits des Rumpfes angebracht.

Bei seinem ersten Flug zerschellte das Flugzeug und ging zu Bruch, aber nicht aus mangelnder Kenntnis des Piloten, sondern weil zu jener Zeit das F├╝hren einer dreimotorigen Maschine Neuland war. Man sagte, dass dieser Unfall Cierva dazu brachte, ├╝ber eine Maschine nachzudenken, bei der der Antrieb unabh├Ąngig von der Geschwindigkeit w├Ąre. Dies war die Geburtstunde des Tragschraubers.

Cierva ersetzte dabei die Tragfl├Ąchen eines Drachenfliegers durch Rotorbl├Ątter, die mit der vom Propeller erzeugten Fahrt so in Rotation versetzt wurden, dass das Flugzeug abheben konnte.

Der erste Tragschrauber (C-1) den Cierva 1919 mit einem 4-Blatt-Koaxial-Rotor baute, geriet bereits bei den ersten Startversuchen ins Taumeln. Beim n├Ąchsten Modell (C-2) mit einfachem 3-Blatt-Rotor, versuchte Cierva, die Unstabilit├Ąt durch Ver├Ąnderung des Anstellwinkels der Rotorbl├Ątter zu beheben, kam aber auch damit zu keinem Erfolg. Praktische Erfahrungen im Vorw├Ąrtsflug mit Drehfl├╝glern lagen noch nicht vor, es lag also aktueller Autogyroan Cierva, herauszufinden, dass hierbei das nach vorn drehende Rotorblatt schneller angestr├Âmt wurde als das r├╝cklaufende Blatt, und dadurch einen wesentlich h├Âheren Auftrieb erzeugte. Er erreichte den Ausgleich durch die Verwendung von Gelenken, die es den Bl├Ąttern erlaubten, selbstst├Ąndig Schlagbewegungen durchzuf├╝hren. Das vom Luftwiderstand st├Ąrker betroffene vorw├Ąrts drehende Blatt, bei dem sich Drehgeschwindigkeit und Vorw├Ąrtsgeschwindigkeit addieren, konnte mittels Gelenke nach oben ausweichen, das r├╝ckw├Ąrts drehende Blatt sorgte f├╝r weiteren Ausgleich, weil es sich nach unten senken konnte.

Cierva wanderte 1925 nach England aus und gr├╝ndete dort die Cierva Autogiro Company of Great Britain Ltd. mit Sitz in Southampton. De la Ciervas Forschungen haben ma├čgeblich zur Entwicklung des Hubschraubers beigetragen, der den Autogiro ab dem Zweiten Weltkrieg ersetzte. Inzwischen werden Tragschrauber wieder vermehrt vor allem im Hobbybereich eingesetzt. Siehe dazu Autogyro MT-03 und vergleiche Cierva C30A autogiro.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow

 

 

Werbefl├Ąche